[ Jahreshauptversammlung 2010 ]
Wer es denn ganz genau wissen will, was die Neuhäuser Feuerwehrmänner und -frauen im vergangenen Jahr in Atem hielt, der ist gut aufgehoben auf der Internetseite der Retter vom Rennweg. Das illegal gelegte Feuerchen an der Wanderhütte Weidmannsheil in den Mittagsstunden des 24. Juli ist dort genauso gelistet, wie der Qualm aus dem Backofen, der am 11. September, die Kameraden ins Seniorenheim nach Ernstthal ausrücken ließ. Am 25. Februar mussten Eiszapfen am Angelikastift abgeklöppelt, am 17. Januar eine Ölspur in der Otto-Engert-Straße beseitigt, am 17. Juli auf Hilferuf der Polizei ein Tür in der Prachaticer Straße not-geöffnet werden. Technische Hilfeleistungen, wie mitunter das pralle Leben abverlangt.
Und dann gab es da noch die wirklich heißen Einsätze: Etwa am 20. September bei Heinz-Glas in Spechtsbrunn oder am 29. September, als zwischen Steinach und Blechhammer ein Laster lichterloh in Flammen stand. Die Beinahe-Katastrophen und die Brandmelder-Sensibelchen, die Großeinsätze und Übungen - sie alle haben im virtuellen Raum ihr Nebeneinander gefunden. Im Tätigkeitsbericht des Neuhäuser Wehrführers Reiner Riese musste freilich das, was den Feuerwehr-Freiwilligen aus der Stadt am Rennweg manches freie Wochenende vermieste oder den nächtlichen Schlaf raubte auf wenige Zahlen zusammenschnurren. Aus Anlass der Hauptversammlung sprach Riese also von 38 Brandeinsätzen, 26 Hilfeleistungen und 21 Alarmierungen durch Brandmelder. In der Summe 87 Einsätze.
1860 Stunden wurden hierfür aufgewandt, inklusive derer, die nötig sind, die Technik hernach wieder in Schuss zu bringen für die nächste Alarmierung. 24 Ausbildungsdienste, elf Dienstversammlungen und mehrere Übungen schlugen zudem mit einem Aufwand von knapp 2000 Stunden zu Buche.
Eine beschämende Entwicklung
Riese: "Das sind für 2009 insgesamt 3845 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit." 43 Kameraden zählte im Januar 2009 die Einsatzabteilung. Vier Austritten im Jahreslauf, darunter einem Sterbefall, stand ein Zuwachs von drei ausgebildeten Kameraden aus anderen Wehren gegenüber.
Nun war auf die Rennsteigstädter nicht nur Verlass, wo es um den eigenen Beritt ging. Auch darüber hinaus erwiesen sich die Aktiven als erste Adresse. "Im Ausbildungszentrum Atemschutz wurden 20 Kameraden aus Feuerwehren im Kreis Sonneberg zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet." Auf der Übungsanlage absolvierten weitere 356 Feuerwehrmänner aus Wehren des Sonneberger Landes nebst 80 aus anderen Kreisen die jährliche Kurse. 750 Stunden erbrachten die Ausbilder hierbei.
Die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus für städtische Einrichtungen bilanzierte Riese auf rund 20 000 Euro. Leistungen im Gesamtwert von rund 55 000 Euro erbrachte zudem das feuerwehrtechnische Zentrum, wo Geräte und Ausrüstung geprüft wurden, sowie nach Einsätzen und Ausbildung die Bereitschaft wieder hergestellt wurde.
"Die Einsatzkräfte können sich darauf verlassen, dass die vorgeschriebenen Prüfungen und Wartungen durchgeführt werden und sie mit ruhigem Gewissen in den Einsatz gehen können, da bei diesen Kosten noch nie gespart wurde." Darum, dass die Stützpunktfeuerwehr die Kommune teuer kommt, schlug Riese keinen Bogen: Den neuen Einsatzleiterwagen bezuschusste der Landkreis mit 14 000, die Stadt mit 30 000 Euro. Zum neuen Rüstwagen schoss das Land 84 000 Euro, der Kreis 42 000 und die Stadt am Rennweg gar knapp 200 000 Euro zu. Man sei weder von der Stadt noch vom Landratsamt oder dem Freistaat im Regen stehen gelassen worden, "dafür gilt an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank". Umgekehrt könne man sich darauf verlassen, man werde das in die Aktiven gesetzte Vertrauen bei der Gewährleistung des Brand und Katastrophenschutzes erfüllen
In der anschließenden Aussprache zum Bericht, ergänzte Riese, warum er in seiner Bilanz doch recht ausführlich auf die Kosten von Ersatz- und Neubeschaffung zu sprechen kam. Mit Blick auf die Hauptversammlungen umliegender Wehren und die Haushaltsdiskussion in mancher Nachbarkommune wertete er manche Entwicklung als beschämend.
"20 Jahre nach der Wende" dürfte es manche Probleme nicht mehr geben. Wenn in Tausend-Euro-Schritten Abstriche an den Ausgaben für Bekleidung oder Gerätetechnik gemacht werde, sei das kaum nachvollziehbar.
Scheibe-Alsbachs Ortsbrandmeister Dirk Lutter, der ansonsten eine recht launige Grußbotschaft überbrachte, assistierte dieser Kritik: "Es sollte mittlerweile allen bekannt sein, dass wir unseren Dienst zu hundert Prozent ehrenamtlich und unentgeltlich leisten." Wer an der Ausrüstung spart, dem "sage ich auf den Kopf zu: In Socken geht keiner raus, um auch nur eine Ölspur zu bekämpfen".
Eine tolle Arbeit geleistet zu haben, dafür sprachen schließlich noch die Neuhäuser Bürgermeisterin Marianne Reichelt (Linke), Linke-Stadtrat Dietrich Greiner und Landratsvize Wilfried Luther (FDP) unisono Lob und Respekt aus. Greiner ergänzte, man werde auch weiterhin den Freiwilligen zur Seite stehen, doch mit Blick auf manchen Wunsch verwies er auf "Grenzen, die wir nicht überspringen können".
"Nicht mehr lange haltbar"
"Ihr habt als Stützpunktfeuerwehr weit mehr als eure Pflicht getan", würdigte der scheidende amtierende Kreisbrandinspektor (KBI) Harald Bechmann. In seiner Ansprache ordnete der Siegmundsburger das Einsatzgeschehen in Neuhaus noch ein, in die strukturellen Gegebenheiten im gesamten Landkreis. Die Statistik weist für die derzeit 50 Wehren - nach dem Zusammenschluss von Blechhammer und Hüttengrund eine weniger als im Vorjahr - einen Personalstand von 1096 Einsatzkräfte aus, mithin 50 Männer und Frauen oder fünfeinhalb Prozent weniger als 2008.
In den 35 Jugendwehren zwischen Lindenberg und Goldisthal ist hingegen ein Mitgliederzuwachs um sechs Prozent zu verzeichnen. Insgesamt engagieren sich 230 Jungs und 81 Mädchen.
Auch auf die Einsatzbereitschaft zwischen 6 und 17 Uhr unter der Woche (Freies Wort berichtete) kam er zu sprechen. Nur 15 Wehren, darunter Neuhaus, sind demnach werktags so gut bestückt, dass sie vier Atemschutzgeräteträger, einen Gruppenführer und einen Maschinisten im Alarmfall entsenden können. Andernorts mache oft der zu weit entfernte Arbeitsplatz den Freiwilligen ein Ausrücken unmöglich.
Diese Entwicklung, so mahnte Bechmann - dieser wird am 1. März abgelöst von einem hauptamtlichen KBI - gelte es im Auge zu behalten. Dabei sei die Schieflage kein Spezifikum im Landkreis Sonneberg, sondern überall in Thüringen zu verzeichnen. "Für den ländlichen Raum ist das aber nicht mehr lange haltbar", weswegen der Gesetzgeber gefordert sei.
"Keine Abstriche im Haushalt"
Freude kam dann bei den Aktiven auf, als die Grußworte zur Versammlung ein ums andere Mal mit kleinen und größeren Geschenken angereichert wurden. Scheibe-Alsbachs Dirk Lutter überbrachte außer einer Aufmerksamkeit noch die Einladung zum Schlachtplatte-Fest seines Feuerwehrvereins. Der Vertreter einer Ausrüster-Firma spendierte einen Tischkicker, an dem nicht zuletzt die zwölf Jugendwehr-Mitglieder sich gerne erproben dürfen.
Die Abordnung von der Partnerstadt-Wehr in Dietzenbach übergab außer einer Dreingabe noch die Zusage, auch weiterhin an Veranstaltungen in Neuhaus sehr gerne teilnehmen zu wollen. Marianne Reichelt sprach schließlich das von gegenseitigem Vertrauen geprägte Miteinander an. In ihr Grußwort flocht die Stadtchefin auch den Dank an jene Firmen ein, welche die Kameraden für den Dienst am Nächsten "freistellen, und nicht kündigen, wenn man in den Einsatz muss". Ihre geldwerte Zusage: Es werden an der Feuerwehr im Haushalt keine Abstriche gemacht."
Neben der Einsatzabteilung hielt am vergangenen Sonnabend der Verein seine Hauptversammlung ab. Vorsitzender Sascha Greiner-Adam erinnerte an die wichtigsten Veranstaltungen, wie den Tag der offenen Tür, die Feier am Vorabend des 1. Mai, das Weihnachts-Bowling oder die Festivität aus Anlass des 15-jährigen Bestehen des neuen Gerätehauses.
Kassenwart Joachim Pröscholdt bekam im Anschluss von Prüfer Bernd Knauer eine einwandfreie Führung der Vereinsfinanzen bescheinigt, womit der einstimmigen Entlastung des Gremiums nichts in den Weg gelegt war.
In seinem Schlusswort bedankte sich Greiner-Adam noch einmal fürs gute Miteinander. Die Kommunikation zwischen Vereinsmitgliedern und Einsatzabteilung habe sich im vergangenen Jahr gut entwickelt, so der 23-Jährige. Vorschläge zur Gestaltung des Veranstaltungsplanes, jenseits dessen was der Vorstand bereits ausformuliert hat, seien jederzeit willkommen, ebenso Kritik und Anregungen.
"Seine Kompetenz, Genauigkeit und eine hohe Einsatzbereitschaft", so würdigte Bürgermeisterin Reichelt abschließend, habe Greiner-Adam als Vereinschef unter Beweis gestellt. Das Hickhack aus Anlass der Vorstands-Neuwahlen (Freies Wort berichtete) vor einem Jahr ist damit ad acta gelegt. Für sein weiteres Wirken in der Position des Vorsitzenden wünschte sie Greiner-Adam auch künftig viel Erfolg und ein noch hoffentlich lange währendes Durchhaltevermögen.
Übernommen von: Freies Wort (Andreas Beer)
Wer es denn ganz genau wissen will, was die Neuhäuser Feuerwehrmänner und -frauen im vergangenen Jahr in Atem hielt, der ist gut aufgehoben auf der Internetseite der Retter vom Rennweg. Das illegal gelegte Feuerchen an der Wanderhütte Weidmannsheil in den Mittagsstunden des 24. Juli ist dort genauso gelistet, wie der Qualm aus dem Backofen, der am 11. September, die Kameraden ins Seniorenheim nach Ernstthal ausrücken ließ. Am 25. Februar mussten Eiszapfen am Angelikastift abgeklöppelt, am 17. Januar eine Ölspur in der Otto-Engert-Straße beseitigt, am 17. Juli auf Hilferuf der Polizei ein Tür in der Prachaticer Straße not-geöffnet werden. Technische Hilfeleistungen, wie mitunter das pralle Leben abverlangt.
Und dann gab es da noch die wirklich heißen Einsätze: Etwa am 20. September bei Heinz-Glas in Spechtsbrunn oder am 29. September, als zwischen Steinach und Blechhammer ein Laster lichterloh in Flammen stand. Die Beinahe-Katastrophen und die Brandmelder-Sensibelchen, die Großeinsätze und Übungen - sie alle haben im virtuellen Raum ihr Nebeneinander gefunden. Im Tätigkeitsbericht des Neuhäuser Wehrführers Reiner Riese musste freilich das, was den Feuerwehr-Freiwilligen aus der Stadt am Rennweg manches freie Wochenende vermieste oder den nächtlichen Schlaf raubte auf wenige Zahlen zusammenschnurren. Aus Anlass der Hauptversammlung sprach Riese also von 38 Brandeinsätzen, 26 Hilfeleistungen und 21 Alarmierungen durch Brandmelder. In der Summe 87 Einsätze.
1860 Stunden wurden hierfür aufgewandt, inklusive derer, die nötig sind, die Technik hernach wieder in Schuss zu bringen für die nächste Alarmierung. 24 Ausbildungsdienste, elf Dienstversammlungen und mehrere Übungen schlugen zudem mit einem Aufwand von knapp 2000 Stunden zu Buche.
Eine beschämende Entwicklung
Riese: "Das sind für 2009 insgesamt 3845 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit." 43 Kameraden zählte im Januar 2009 die Einsatzabteilung. Vier Austritten im Jahreslauf, darunter einem Sterbefall, stand ein Zuwachs von drei ausgebildeten Kameraden aus anderen Wehren gegenüber.
Nun war auf die Rennsteigstädter nicht nur Verlass, wo es um den eigenen Beritt ging. Auch darüber hinaus erwiesen sich die Aktiven als erste Adresse. "Im Ausbildungszentrum Atemschutz wurden 20 Kameraden aus Feuerwehren im Kreis Sonneberg zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet." Auf der Übungsanlage absolvierten weitere 356 Feuerwehrmänner aus Wehren des Sonneberger Landes nebst 80 aus anderen Kreisen die jährliche Kurse. 750 Stunden erbrachten die Ausbilder hierbei.
Die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus für städtische Einrichtungen bilanzierte Riese auf rund 20 000 Euro. Leistungen im Gesamtwert von rund 55 000 Euro erbrachte zudem das feuerwehrtechnische Zentrum, wo Geräte und Ausrüstung geprüft wurden, sowie nach Einsätzen und Ausbildung die Bereitschaft wieder hergestellt wurde.
"Die Einsatzkräfte können sich darauf verlassen, dass die vorgeschriebenen Prüfungen und Wartungen durchgeführt werden und sie mit ruhigem Gewissen in den Einsatz gehen können, da bei diesen Kosten noch nie gespart wurde." Darum, dass die Stützpunktfeuerwehr die Kommune teuer kommt, schlug Riese keinen Bogen: Den neuen Einsatzleiterwagen bezuschusste der Landkreis mit 14 000, die Stadt mit 30 000 Euro. Zum neuen Rüstwagen schoss das Land 84 000 Euro, der Kreis 42 000 und die Stadt am Rennweg gar knapp 200 000 Euro zu. Man sei weder von der Stadt noch vom Landratsamt oder dem Freistaat im Regen stehen gelassen worden, "dafür gilt an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank". Umgekehrt könne man sich darauf verlassen, man werde das in die Aktiven gesetzte Vertrauen bei der Gewährleistung des Brand und Katastrophenschutzes erfüllen
In der anschließenden Aussprache zum Bericht, ergänzte Riese, warum er in seiner Bilanz doch recht ausführlich auf die Kosten von Ersatz- und Neubeschaffung zu sprechen kam. Mit Blick auf die Hauptversammlungen umliegender Wehren und die Haushaltsdiskussion in mancher Nachbarkommune wertete er manche Entwicklung als beschämend.
"20 Jahre nach der Wende" dürfte es manche Probleme nicht mehr geben. Wenn in Tausend-Euro-Schritten Abstriche an den Ausgaben für Bekleidung oder Gerätetechnik gemacht werde, sei das kaum nachvollziehbar.
Scheibe-Alsbachs Ortsbrandmeister Dirk Lutter, der ansonsten eine recht launige Grußbotschaft überbrachte, assistierte dieser Kritik: "Es sollte mittlerweile allen bekannt sein, dass wir unseren Dienst zu hundert Prozent ehrenamtlich und unentgeltlich leisten." Wer an der Ausrüstung spart, dem "sage ich auf den Kopf zu: In Socken geht keiner raus, um auch nur eine Ölspur zu bekämpfen".
Eine tolle Arbeit geleistet zu haben, dafür sprachen schließlich noch die Neuhäuser Bürgermeisterin Marianne Reichelt (Linke), Linke-Stadtrat Dietrich Greiner und Landratsvize Wilfried Luther (FDP) unisono Lob und Respekt aus. Greiner ergänzte, man werde auch weiterhin den Freiwilligen zur Seite stehen, doch mit Blick auf manchen Wunsch verwies er auf "Grenzen, die wir nicht überspringen können".
"Nicht mehr lange haltbar"
"Ihr habt als Stützpunktfeuerwehr weit mehr als eure Pflicht getan", würdigte der scheidende amtierende Kreisbrandinspektor (KBI) Harald Bechmann. In seiner Ansprache ordnete der Siegmundsburger das Einsatzgeschehen in Neuhaus noch ein, in die strukturellen Gegebenheiten im gesamten Landkreis. Die Statistik weist für die derzeit 50 Wehren - nach dem Zusammenschluss von Blechhammer und Hüttengrund eine weniger als im Vorjahr - einen Personalstand von 1096 Einsatzkräfte aus, mithin 50 Männer und Frauen oder fünfeinhalb Prozent weniger als 2008.
In den 35 Jugendwehren zwischen Lindenberg und Goldisthal ist hingegen ein Mitgliederzuwachs um sechs Prozent zu verzeichnen. Insgesamt engagieren sich 230 Jungs und 81 Mädchen.
Auch auf die Einsatzbereitschaft zwischen 6 und 17 Uhr unter der Woche (Freies Wort berichtete) kam er zu sprechen. Nur 15 Wehren, darunter Neuhaus, sind demnach werktags so gut bestückt, dass sie vier Atemschutzgeräteträger, einen Gruppenführer und einen Maschinisten im Alarmfall entsenden können. Andernorts mache oft der zu weit entfernte Arbeitsplatz den Freiwilligen ein Ausrücken unmöglich.
Diese Entwicklung, so mahnte Bechmann - dieser wird am 1. März abgelöst von einem hauptamtlichen KBI - gelte es im Auge zu behalten. Dabei sei die Schieflage kein Spezifikum im Landkreis Sonneberg, sondern überall in Thüringen zu verzeichnen. "Für den ländlichen Raum ist das aber nicht mehr lange haltbar", weswegen der Gesetzgeber gefordert sei.
"Keine Abstriche im Haushalt"
Freude kam dann bei den Aktiven auf, als die Grußworte zur Versammlung ein ums andere Mal mit kleinen und größeren Geschenken angereichert wurden. Scheibe-Alsbachs Dirk Lutter überbrachte außer einer Aufmerksamkeit noch die Einladung zum Schlachtplatte-Fest seines Feuerwehrvereins. Der Vertreter einer Ausrüster-Firma spendierte einen Tischkicker, an dem nicht zuletzt die zwölf Jugendwehr-Mitglieder sich gerne erproben dürfen.
Die Abordnung von der Partnerstadt-Wehr in Dietzenbach übergab außer einer Dreingabe noch die Zusage, auch weiterhin an Veranstaltungen in Neuhaus sehr gerne teilnehmen zu wollen. Marianne Reichelt sprach schließlich das von gegenseitigem Vertrauen geprägte Miteinander an. In ihr Grußwort flocht die Stadtchefin auch den Dank an jene Firmen ein, welche die Kameraden für den Dienst am Nächsten "freistellen, und nicht kündigen, wenn man in den Einsatz muss". Ihre geldwerte Zusage: Es werden an der Feuerwehr im Haushalt keine Abstriche gemacht."
Neben der Einsatzabteilung hielt am vergangenen Sonnabend der Verein seine Hauptversammlung ab. Vorsitzender Sascha Greiner-Adam erinnerte an die wichtigsten Veranstaltungen, wie den Tag der offenen Tür, die Feier am Vorabend des 1. Mai, das Weihnachts-Bowling oder die Festivität aus Anlass des 15-jährigen Bestehen des neuen Gerätehauses.
Kassenwart Joachim Pröscholdt bekam im Anschluss von Prüfer Bernd Knauer eine einwandfreie Führung der Vereinsfinanzen bescheinigt, womit der einstimmigen Entlastung des Gremiums nichts in den Weg gelegt war.
In seinem Schlusswort bedankte sich Greiner-Adam noch einmal fürs gute Miteinander. Die Kommunikation zwischen Vereinsmitgliedern und Einsatzabteilung habe sich im vergangenen Jahr gut entwickelt, so der 23-Jährige. Vorschläge zur Gestaltung des Veranstaltungsplanes, jenseits dessen was der Vorstand bereits ausformuliert hat, seien jederzeit willkommen, ebenso Kritik und Anregungen.
"Seine Kompetenz, Genauigkeit und eine hohe Einsatzbereitschaft", so würdigte Bürgermeisterin Reichelt abschließend, habe Greiner-Adam als Vereinschef unter Beweis gestellt. Das Hickhack aus Anlass der Vorstands-Neuwahlen (Freies Wort berichtete) vor einem Jahr ist damit ad acta gelegt. Für sein weiteres Wirken in der Position des Vorsitzenden wünschte sie Greiner-Adam auch künftig viel Erfolg und ein noch hoffentlich lange währendes Durchhaltevermögen.
Übernommen von: Freies Wort (Andreas Beer)